Mitmachen für Faire Mode in Kiel

Einmal monatlich treffen wir uns als Aktivgruppe, um Veranstaltungen, Infostände und ähnliche Dinge zu planen, aktuelle für uns politisch relevante Ereignisse zu besprechen oder uns ganz ungezwungen über Themen wie nachhaltigeren Kleidungskonsum oder die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie auszutauschen.
Jeder Gruppenabend läuft dabei ganz unterschiedlich ab, unsere Arbeit und Themen sind sehr vielfältig.

Wir freuen uns stets über neue Menschen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen möchten. Selbstverständlich erwarten wir kein Vorwissen. Wir freuen uns nämlich über jeden und jede, die erst anfangen, sich mit diesen Themen und dem eigenen Kleiderkonsum auseinanderzusetzen.
Du bist bei uns herzlich willkommen!

Wer einfach mal ganz unverbindlich bei uns vorbeischauen möchte, meldet sich am besten bei uns per E-Mail.

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Filmvorführung "The True Cost - Der Preis der Mode" - erfolgreiche Veranstaltung in Kiel

Zahlen einen hohen Preis für unsere Billigmode: Die Näherinnen und Näher in den weltweiten Textilfabriken
Bildquelle: Grandfilm

Wie kann es sein, dass in unseren Geschäften Pullover und Hosen für weniger als 10 Euro, Hemden für unter 5 Euro zu bekommen sind? Wie kommen so günstige Preise zustande? Was sind die Folgen dieser Billigmode? Wer ist dafür verantwortlich und wer sind die Leidtragenden? Und was wäre die Alternative?
Fragen über Fragen auf die der Film "The True Cost - Der Preis der Mode" von Regisseur Andrew Morgan Antworten geben möchte. Aus diesem Grund luden Brot für die Welt, das Schleswig-Holsteiner Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) sowie das Frauenwerk der Nordkirche und die Kieler Aktivgruppe der Kampagne für Saubere Kleidung am 23. November zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion ins Studio Filmtheater ein. Die Resonanz war enorm: Rund 130 Menschen folgten der Einladung, darunter auch zwei Schulklassen der Kieler Humboldt-Schule.

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Ein Lohn zum Leben


Bildquelle: Ulf Stephan - r-mediabase.eu

Die Informationsveranstaltung mit Frau Mushrefa Mishu, Vorsitzende der Gewerkschaft „Garment Workers Unity Forum" (GWUF) Bangladesch, zur aktuellen Situation der Textilarbeiterinnen fand am 3.12.2013 im Gewerkschaftshaus Kiel statt.

"Existenzlohn für alle – Näher*innen verdienen mehr!"
Unter diesem Titel präsentierte die "Clean-Clothes-Campaign Aktivgruppe Kiel" die Arbeit der "Kampagne für Saubere Kleidung". Ein Fokus lag auf der Vorstellung der internationalen Kampagne „Ein Lohn zum Leben".
Existenzlöhne zu berechnen ist wichtig, um die angemessene Bezahlung von Arbeiter*innen sicherzustellen. Durch die Berechnung für eine ganze Region kann verhindert werden, dass Unternehmen ihre Produktion in ein Land mit niedrigeren Kosten verlagern – der sogenannte race to the bottom (Abwärts-Wettlauf).

Die Clean Clothes Campaign ist Teil der "Asia Floor Wage Alliance", eines Zusammenschlusses von asiatischen Gewerkschaften und Arbeitsrechtsorganisationen, die eine Formel für einen asiatischen Existenzlohn festgelegt hat. Der Asiatische Basis-Existenzlohn wird in KKP$ (Kaufkraftparität) berechnet. Dabei handelt es sich um eine fiktive Weltbankwährung, die auf dem Konsum von Waren und Dienstleistungen beruht und den Vergleich von Lebensstandards in verschiedenen Ländern unabhängig von nationalen Währungen ermöglicht. Asia Floor Wage Alliance führt regelmäßig Erhebungen zum Lebensmittel-Warenkorb durch, um den aktuellen asiatischen Existenzlohn zu berechnen.
Nähere Informationen erhalten Sie dazu unter www.lohnzumleben.de!

Die Katastrophen in den Herstellungsfabriken der Textilindustrie in Pakistan und Bangladesch haben durch die Berichterstattung in den Medien uns Konsument*innen mit den unwürdigen Arbeitsbedingungen der Näher*innen konfrontiert. Unbezahlte Überstunden, fehlende Gesundheitsversorgung, Unterdrückung und Verhinderung von Gewerkschaften, sexuelle Übergriffe und Misshandlungen, unzureichender Arbeitsschutz sowie ein Lohn, der nicht einmal zur minimalen Deckung der Grundbedürfnisse reicht, sind tagtägliche Menschenrechtsverletzungen in der globalisierten Textilindustrie. Die Probleme sind vielseitig und für uns Konsument*innen beim Kauf später nicht zu erkennen.

Laut Bericht von Mushrefa Mishu, Vorsitzende der Gewerkschaft „Garment Workers Unity Forum“ (GWUF), hat sich auch nach der Medienaufmerksamkeit bezüglich der Katastrophen in Pakistan und Bangladesch die Situation der Arbeiter*innen in Bangladesch nicht spürbar verändert. Das Brandschutzabkommen, welches mehrere Unternehmen nach den Katastrophen in der Textilbranche (u.a. der verheerende Brand in der Textilfabrik "Rana Plaza" (Bangladesch)) als ersten Schritt für eine Verbesserung in puncto Sicherheit am Arbeitsplatz unterzeichnet haben, bewertet Mushrefa Mishu als wichtige Unterstützung für ihren Kampf.
Nähere Informationen zum Brandschutzabkommen erhaĺten Sie hier!

Die Gewerkschaft GWUF hat über 450.000 Mitglieder, sie berät Arbeiter*innen aus Bekleidungsfabriken und organisiert Streiks. Mushrefa Mishu war mehrmals inhaftiert. Das GWUF kämpft nach wie vor um eine gesetzliche Gleichstellung mit den staatlichen Gewerkschaften, daher auch der Begriff Forum. Die engagierten Aktivist*innen arbeiten selbstorganisiert und können lediglich ein sehr kleines Büro unterhalten. Sie bekommen keine finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates. Es fehlt hier an Mitteln für notwendige Informationsverbreitung unter den Arbeiter*innen – beispielsweise ein Drucker.

„Jeder Mensch hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert [...]“, Aritkel 23/3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.

John Ruggie, UNO-Sonderbeauftragter, hält in den „Leitlinien für Wirtschaft und Menschenrechte“ fest, dass Unternehmen verpflichtet sind, Menschenrechte zu respektieren. Ein existenzsichernder Lohn ist ein Grundrecht – dieses steht allen zu, insbesondere jenen Arbeiter*innen, die Produkte herstellen und damit die Grundlage für Gewinneinnahmen von Konzernen liefern.

Ein Wunsch unserer Gruppe ist, dass sich zukünftig unsere Gewerkschaften hier vor Ort mehr für das Thema interessieren und solidarisch engagieren - zumal einige von ihnen dem Trägerkreis der Kampagne für Saubere Kleidung angehören. Die Teilnahme einiger Mitglieder der örtlichen Gewerkschaften und deren Kooperation bei der Veranstaltung am 03.Dezember waren ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung. Die menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sind ein globales Problem, die es solidarisch, international zu bekämpfen gilt.

Beteiligen Sie sich noch heute an der Online-Petition und fordern Sie weltweit existenzsichernde Löhne!

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Petition: NäherInnen verdienen mehr - Existenzlohn für alle!

 

NäherInnen verdienen einen Lohn zum Leben.

Ich will, dass die Frauen und Männer, die meine Kleidung nähen, genug verdienen, um ihre Familien zu ernähren, ihre Miete zu bezahlen und ein menschenwürdiges Leben zu führen.
Die Wirklichkeit sieht für viele von ihnen anders aus. NäherInnen überall auf der Welt müssen jeden Tag hart arbeiten, um überhaupt über die Runden zu kommen. Sie können trotzdem kaum die grundlegendsten Dinge des Lebens kaufen.
Ich will, dass sich das ändert. Ein existenzsichernder Lohn ist ein Menschenrecht, für alle Menschen überall.
Ich finde es ist an der Zeit, allen ArbeiterInnen in der Bekleidungsindustrie einen Lohn zum Leben zu zahlen. Ich unterstütze den Aktionsaufruf und fordere die Marken und Modehändler und politischen Entscheidungsträger auf:
  • den existenzsichernden Lohn als Grundrecht aller ArbeiterInnen öffentlich anzuerkennen; 
  •  ihre Verantwortung für die Einführung eines existenzsichernden Lohns für ArbeiterInnen in der Bekleidungsindustrie zu akzeptieren; 
  • konkrete und messbare Schritte festzulegen, die dazu führen, dass NäherInnen einen Lohn zum Leben verdienen.
Jetzt die Petition unterschreiben!

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